Was bedeutet Kinderfreibetrag 1? Tipps für Eltern zur Steuerersparnis

15 Okt. 2025

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Was bedeutet Kinderfreibetrag 1? Wichtige Informationen für Eltern

Viele Eltern stellen sich die Frage: Was bedeutet Kinderfreibetrag 1? Der Kinderfreibetrag ist ein zentrales Instrument, mit dem der Staat das Existenzminimum der Kinder steuerlich freistellt. Er sorgt dafür, dass Eltern für ihre Kinder weniger Steuern zahlen müssen. Unter „Kinderfreibetrag 1,0“ versteht man dabei in der Praxis einen vollen Kinderfreibetrag pro Elternteil (z. B. auf der Lohnsteuerbescheinigung), während „0,5“ einen halben Freibetrag je Elternteil bezeichnet.

Dieses Prinzip gilt unabhängig davon, ob es um das Kindergeld oder Freibeträge für Kinder geht. Der Artikel gibt dir einen umfassenden Überblick, erklärt den Anspruch und zeigt anhand von Beispielen, wie die Regelungen im Steuerjahr 2026 wirken.

Kinderfreibetrag – Definition und Bedeutung

Der Kinderfreibetrag ist ein steuerlicher Freibetrag. Er mindert das zu versteuernde Einkommen der Eltern, damit das Existenzminimum der Kinder steuerfrei bleibt. Eltern müssen den Kinderfreibetrag in der Steuererklärung eintragen, meist über die Anlage Kind. Pro Kind steht ein bestimmter Betrag zur Verfügung, der je Elternteil zur Hälfte angesetzt wird. Dadurch entsteht eine faire Aufteilung zwischen beiden Elternteilen.

Rechtsgrundlage ist § 32 Abs. 6 EStG: Für 2026 beträgt der Kinderfreibetrag für das sächliche Existenzminimum 3.414 € je Elternteil (6.828 € für beide zusammen). Hinzu kommt der Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA) von unverändert 1.464 € je Elternteil (2.928 € für beide). Insgesamt werden damit 4.878 € je Elternteil bzw. 9.756 € pro Kind steuerlich freigestellt.

Unterschied zwischen Kindergeld und Kinderfreibetrag

Viele Familien fragen: Was ist besser – Kindergeld oder Kinderfreibetrag? Das Finanzamt prüft im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung automatisch, welche Variante günstiger ist.

Entweder die monatlichen Kindergeldzahlungen oder die steuerliche Entlastung durch Freibeträge für Kinder. So wird sichergestellt, dass Familien in keiner Situation schlechter gestellt sind. Im Jahr 2026 beträgt das Kindergeld voraussichtlich 259 € pro Monat und Kind; im Zuge der sogenannten „Günstigerprüfung“ wird dieses Kindergeld mit der Steuerersparnis aus Kinderfreibetrag und BEA-Freibetrag verglichen.

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Freibeträge für Kinder – der rechtliche Rahmen

Die Freibeträge für Kinder bestehen aus zwei Teilen: dem allgemeinen Kinderfreibetrag und dem Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA). Zusammen sollen sie sicherstellen, dass alle grundlegenden Kosten für Kinder steuerfrei bleiben. Eltern erhalten die Hälfte je Elternteil. Die Höhe wird regelmäßig angepasst und im Rahmen der Steuerberechnung berücksichtigt. Für 2026 ergibt sich – wie oben dargestellt – ein Gesamtfreibetrag von 9.756 € pro Kind (4.878 € je Elternteil).

Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf

Zusätzlich zum allgemeinen Freibetrag gibt es den Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf, auch BEA-Freibetrag genannt. Dieser berücksichtigt den Betreuungs- und Erziehungsbedarf sowie den Ausbildungsbedarf der Kinder. Er wird automatisch je Elternteil zur Hälfte berücksichtigt und gilt bis die Kinder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Auch bei älteren Kindern kann er greifen, etwa während der Ausbildung oder im Freiwilligendienst. Die Höhe des BEA-Freibetrags bleibt 2026 unverändert bei 1.464 € je Elternteil bzw. 2.928 € für beide Elternteile zusammen.

Anspruch auf Kindergeld und Kinderfreibetrag

Eltern haben grundsätzlich einen Anspruch auf Kindergeld. Gleichzeitig besteht ein Anspruch auf den Kinderfreibetrag. Das Finanzamt prüft beide Varianten. Bei höheren Einkommen übersteigt oft die Steuerersparnis durch den Kinderfreibetrag das Kindergeld. Bei niedrigen Einkommen ist meist das Kindergeld günstiger. In jedem Fall profitieren Eltern von einer staatlichen Unterstützung. Der Anspruch auf Kinderfreibetrag besteht – wie beim Kindergeld – grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, darüber hinaus bis maximal zum 25. Lebensjahr, wenn das Kind sich in Ausbildung, Studium oder einem anerkannten Freiwilligendienst befindet.

Anlage Kind – Pflicht in der Steuererklärung

Um den Kinderfreibetrag zu nutzen, muss die Anlage Kind in der Steuererklärung ausgefüllt werden. Dort tragen Eltern alle relevanten Daten ein: Name, Geburtsdatum, Wohnsitz und Ausbildungsstatus der Kinder. Auch Angaben zu Kindergeld, Freiwilligendienst oder Ausbildung gehören dazu. Ohne die Anlage Kind erkennt das Finanzamt den Anspruch nicht an. Die eigentliche Günstigerprüfung (Vergleich von Kindergeld und Freibeträgen) erfolgt erst im Einkommensteuerbescheid – nicht bereits beim monatlichen Lohnsteuerabzug.

Elternteil und Aufteilung der Freibeträge

Der Kinderfreibetrag steht beiden Eltern je zur Hälfte zu. Jeder Elternteil erhält also 50 % des Betrags. Lebt das Kind nur bei einem Elternteil, kann der Freibetrag übertragen werden. Das gilt auch für Pflegeeltern oder in einem Pflegekindschaftsverhältnis. Entscheidend ist, dass der Anspruch korrekt in der Steuererklärung angegeben wird. In den elektronischen Lohnsteuermerkmalen (ELStAM) wird die Zahl der Kinderfreibeträge in Form von Zählern (z. B. 0,5 oder 1,0) hinterlegt; diese Zahl wirkt sich auf Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer aus, nicht direkt auf die Lohnsteuer.

Was bedeutet „Kinderfreibetrag 1“ konkret?

Auf Gehaltsabrechnungen und im Steuerbescheid findest du häufig Angaben wie „Kinderfreibetrag: 0,5“ oder „Kinderfreibetrag: 1,0“.

  • 0,5 bedeutet: Du hast Anspruch auf einen halben Kinderfreibetrag – typischerweise bei getrennten oder nicht verheirateten Eltern, wenn sich beide Eltern den Freibetrag hälftig teilen.
  • 1,0 bedeutet: Dir wird ein voller Kinderfreibetrag zugerechnet – etwa wenn du verheiratet bist und der gesamte Freibetrag in deiner Steuerklasse (z. B. III) gebündelt wird oder wenn der Freibetrag vom anderen Elternteil auf dich übertragen wurde.

Bei mehreren Kindern erhöht sich der Zähler entsprechend (z. B. 2,0 bei zwei vollen Kinderfreibeträgen).

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Existenzminimum der Kinder

Das Existenzminimum der Kinder soll steuerfrei bleiben. Aus diesem Grund gibt es Freibeträge. Der Staat geht davon aus, dass Kinder bestimmte Grundkosten haben: Ernährung, Kleidung, Wohnen und Ausbildung. Damit Eltern nicht zusätzlich Steuern auf dieses Existenzminimum zahlen, wird es über den Kinderfreibetrag berücksichtigt. Die konkreten Beträge orientieren sich am Existenzminimumbericht der Bundesregierung; für 2026 wird das sächliche Existenzminimum eines Kindes mit 6.696 € pro Jahr angenommen, was sich im Kinderfreibetrag von 6.828 € (Existenzminimum + Rundungsanpassungen) widerspiegelt.

Familien und Steuererleichterung

Für Familien sind Freibeträge eine wichtige Steuererleichterung. Sie reduzieren die steuerliche Belastung und sorgen für mehr Netto im Monat – zumindest mittelbar über die Steuererstattung. Der Staat erkennt damit an, dass Kinder Kosten verursachen, die Eltern nicht allein tragen sollen. Mit dem Kinderfreibetrag wird diese Steuerentlastung praktisch umgesetzt. Zusammen mit Kindergeld, Entlastungsbetrag für Alleinerziehende und weiteren Familienleistungen bildet der Kinderfreibetrag das Kernstück des sogenannten Familienleistungsausgleichs.

Steuererklärung und Abgabe

Die Steuererklärung ist das Mittel, um den Kinderfreibetrag zu nutzen. Eltern geben jährlich ihre Einkommensteuererklärung ab. In der Anlage Kind wird der Anspruch eingetragen. Ohne Abgabe der Erklärung prüft das Finanzamt nicht, ob der Freibetrag günstiger als das Kindergeld ist. Deshalb ist die fristgerechte Abgabe entscheidend. Gerade Eltern mit höherem Einkommen profitieren häufig davon, da bei ihnen die Steuerersparnis durch Kinderfreibeträge die Summe des gezahlten Kindergeldes übersteigen kann.

Einkommen und Einkommensteuer

Der Kinderfreibetrag steht beiden Eltern je zur Hälfte zu. Jeder Elternteil erhält also 50 % des Betrags. Lebt das Kind nur bei einem Elternteil, kann der Freibetrag übertragen werden. Das gilt auch für Pflegeeltern oder in einem Pflegekindschaftsverhältnis. Entscheidend ist, dass der Anspruch korrekt in der Steuererklärung angegeben wird. In den elektronischen Lohnsteuermerkmalen (ELStAM) wird die Zahl der Kinderfreibeträge in Form von Zählern (z. B. 0,5 oder 1,0) hinterlegt; diese Zahl wirkt sich auf Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer aus, nicht direkt auf die Lohnsteuer.

Finanzamt und automatische Prüfung

Das Finanzamt spielt eine zentrale Rolle. Es vergleicht im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung automatisch Kindergeld und Freibeträge. Eltern müssen sich also nicht selbst entscheiden. Das Finanzamt wendet immer die günstigste Variante an. Dennoch ist die richtige Eintragung in der Anlage Kind Pflicht. Die Entscheidung siehst du später im Einkommensteuerbescheid: Entweder bleibt es beim Kindergeld oder die Kinderfreibeträge werden berücksichtigt und das bereits ausgezahlte Kindergeld angerechnet.

Kinderfreibetrag und Steuerklassen

Die Wirkung der Steuerklassen ist ebenfalls relevant. Je nach Steuerklasse wirkt der Kinderfreibetrag unterschiedlich stark auf die Lohnsteuer. In der Regel erfolgt der Ausgleich aber erst mit der Einkommensteuererklärung. Eltern sollten daher nicht nur auf die Steuerklasse achten, sondern auch die Steuererklärung korrekt abgeben. In den Lohnsteuerabzugsmerkmalen beeinflusst der Kinderfreibetrag primär Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer – auf die monatliche Lohnsteuer hat er praktisch keinen direkten Effekt.

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BEA-Freibetrag – Betreuungs- und Erziehungsbedarf

Der BEA-Freibetrag umfasst den Betreuungs- und Erziehungsbedarf. Eltern erhalten ihn je Elternteil zur Hälfte. Auch bei getrennten Eltern bleibt dieser Anspruch bestehen. Der Betrag ergänzt den allgemeinen Kinderfreibetrag und stellt sicher, dass auch Betreuungskosten steuerlich berücksichtigt werden. Bei minderjährigen Kindern kann der BEA-Freibetrag – anders als der eigentliche Kinderfreibetrag – auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen einseitig auf den betreuenden Elternteil übertragen werden, wenn der andere Elternteil sich kaum an Betreuung oder Unterhalt beteiligt.

Lebensjahr noch nicht vollendet

Der Kinderfreibetrag gilt, bis die Kinder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, in der Regel also bis zum 18. Geburtstag. Danach können weitere Ansprüche bestehen, etwa während einer Ausbildung oder im Freiwilligendienst. Eltern müssen dies in der Anlage Kind angeben, damit der Anspruch bestehen bleibt. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bestehen in Ausbildung oder Studium regelmäßig weiterhin Kindergeld- und Kinderfreibetragsansprüche; bei behinderten Kindern kann die Altersgrenze sogar ganz entfallen.

Höhe und Berechnung

Die Höhe des Kinderfreibetrags wird regelmäßig angepasst. Die Berechnung erfolgt durch das Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuer. Eltern müssen dafür alle Daten vollständig angeben. Ein Beispiel: Bei zwei Kindern wird der doppelte Betrag berücksichtigt. Je Elternteil wird die Hälfte eingetragen. Im Jahr 2026 bedeutet das: 2 × 9.756 € = 19.512 € Freibeträge insgesamt, also 9.756 € je Elternpaar pro Kind, die das zu versteuernde Einkommen mindern.

Anspruch und Varianten

Der Anspruch auf den Kinderfreibetrag kann in verschiedenen Varianten bestehen. Eltern, getrennte Elternteile oder Pflegeeltern können den Anspruch haben. Wichtig ist die richtige Angabe im Rahmen der Steuererklärung. Das Finanzamt erkennt die Ansprüche nur bei korrekter Abgabe an. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Stiefeltern oder Großeltern die Freibeträge ganz oder teilweise erhalten, wenn das Kind dauerhaft bei ihnen lebt und sie unterhaltspflichtig sind.

Antrag und Abgabe

Eltern müssen in vielen Fällen einen Antrag stellen, damit der Kinderfreibetrag korrekt berücksichtigt wird. Besonders wenn sich die Situation ändert, etwa durch Trennung oder bei einem neuen Ehegatten. Ohne Antrag bleibt der Freibetrag beim bisherigen Elternteil. Auch eine Übertragung auf einen anderen Elternteil ist möglich. Für die Übertragung von Kinderfreibetrag oder BEA-Freibetrag stehen eigene Formulare bzw. Ankreuzfelder in der Anlage Kind zur Verfügung; die Änderung wirkt dann jeweils für das komplette Kalenderjahr.

Kalenderjahres und Wirkung

Der Kinderfreibetrag gilt immer für ein ganzes Kalenderjahr. Selbst wenn ein Kind mitten im Jahr geboren wird, gilt der Anspruch ab dem Monat der Geburt. Damit wird der Beitrag anteilig berücksichtigt. Eltern profitieren dadurch bereits ab dem ersten Monat nach Geburt. Entsprechendes gilt bei Wegfall der Voraussetzungen (z. B. Ende der Ausbildung): Der Freibetrag wird monatsgenau angepasst.

Familienleben und Steuerentlastung

Der Kinderfreibetrag soll das Leben mit Kindern erleichtern. Er sorgt für eine Steuerentlastung im Alltag. Eltern können so mehr Geld für den Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf nutzen. Im Rahmen der Familienförderung ist der Kinderfreibetrag eines der wichtigsten Instrumente. Zusammen mit der Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibeträgen ab 2025/2026 stärkt er insbesondere Familien mit mittleren und höheren Einkommen steuerlich.

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Unterschied Kindergeldanspruch und Kinderfreibetrag

Es gibt einen klaren Unterschied: Der Kindergeldanspruch ist eine monatliche Zahlung. Der Kinderfreibetrag ist eine steuerliche Entlastung. Beide Modelle sichern das Existenzminimum der Kinder. Das Finanzamt prüft automatisch, was für die Eltern günstiger ist. Kindergeld erhältst du monatlich ausgezahlt, der Vorteil aus dem Kinderfreibetrag wirkt sich erst mit der Steuererklärung als niedrigere Einkommensteuer oder höhere Steuererstattung aus.

Pflegeeltern und Pflegekinder

Auch Pflegeeltern können einen Anspruch auf den Kinderfreibetrag haben. Voraussetzung ist ein Pflegekindschaftsverhältnis. Ein Pflegekind wird steuerlich den leiblichen Kindern gleichgestellt. Damit wird die steuerliche Entlastung auch in diesen Fällen gewährleistet. Entscheidend ist, dass das Kind dauerhaft im Haushalt lebt und keine Vollzeitpflege gegen Entgelt bei einem Träger vorliegt.

Beispiel für Aufteilung

Ein Beispiel: Vater und Mutter haben ein Kind. Jeder Elternteil erhält die Hälfte des Kinderfreibetrags. Wenn das Kind nur beim Vater lebt, kann die Mutter ihre Hälfte an ihn übertragen. So wird der gesamte Freibetrag beim betreuenden Elternteil berücksichtigt. In ELStAM würde beim Vater dann z. B. der Kinderfreibetrag 1,0 und bei der Mutter 0,0 erscheinen; in der Steuererklärung steht dem Vater der volle Betrag (6.828 € + 2.928 € = 9.756 €) zu.

Ehegatten und gemeinsame Veranlagung

Sind die Eltern verheiratet, werden die Beträge oft gemeinsam berücksichtigt. Ehegatten können den vollen Betrag nutzen. Bei Trennung oder Scheidung muss der Kinderfreibetrag neu aufgeteilt werden. Die Einkommensteuerveranlagung berücksichtigt diese Situation automatisch, wenn die Daten korrekt eingetragen sind. Bei gemeinsam veranlagten Ehegatten werden Kinderfreibetrag und BEA-Freibetrag immer in Doppelhöhe (also zusammen 9.756 € pro Kind für 2026) angesetzt.

Übertragungen und Anträge

Ein Kinderfreibetrag kann auf einen Elternteil übertragen werden, wenn das Kind überwiegend bei diesem lebt. Der andere Elternteil muss nicht zustimmen, wenn er keinen Barunterhalt leistet. In solchen Fällen ist ein Antrag beim Finanzamt notwendig. Gleiches gilt unter bestimmten Bedingungen auch für den BEA-Freibetrag bei minderjährigen Kindern; hier kann der betreuende Elternteil den Freibetrag oft einseitig auf sich übertragen lassen.

Rahmenbedingungen und wichtigste Infos

Die wichtigsten Punkte im Rahmen des Kinderfreibetrags sind: Anspruch je Elternteil, automatische Prüfung durch das Finanzamt, Kombination mit Kindergeld. Für Familien bedeutet das: Immer die günstigste Variante wird angewandt. Ab 2026 gilt: Kinderfreibetrag 3.414 €, BEA-Freibetrag 1.464 € je Elternteil – zusammen 4.878 € je Elternteil bzw. 9.756 € pro Kind.

Kürze und Überblick

In Kürze: Der Kinderfreibetrag mindert die Steuerlast der Eltern. Er ergänzt das Kindergeld. In der Steuererklärung muss die Anlage Kind ausgefüllt werden. Das Finanzamt prüft automatisch, welche Variante günstiger ist. Dieser Überblick zeigt, warum der Kinderfreibetrag so wichtig ist. Die Kennzahl „Kinderfreibetrag 1“ bzw. 0,5 hilft dir zu verstehen, wie viel Anteil am Freibetrag dir bereits über ELStAM zugerechnet wird – die eigentliche Steuerersparnis folgt dann mit dem Steuerbescheid.

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FAQ: Kinderfreibetrag einfach erklärt

Was bedeutet Kinderfreibetrag 1?

Der Begriff bezieht sich auf den allgemeinen Kinderfreibetrag, der pro Kind gewährt wird. Er stellt sicher, dass das Existenzminimum steuerfrei bleibt. Auf deiner Lohnsteuerbescheinigung bedeutet „Kinderfreibetrag 1,0“, dass dir ein voller Freibetrag für ein Kind zugerechnet wird; „0,5“ steht für einen hälftigen Freibetrag.

Wie hoch ist der Kinderfreibetrag aktuell?

Im Veranlagungszeitraum 2026 beträgt der Kinderfreibetrag 3.414 € je Elternteil (6.828 € für beide Eltern zusammen). Der BEA-Freibetrag liegt bei 1.464 € je Elternteil (2.928 € für beide). In Summe ergeben sich damit 4.878 € je Elternteil bzw. 9.756 € pro Kind.

Was ist besser – Kindergeld oder Kinderfreibetrag?

Das Finanzamt prüft automatisch, ob das Kindergeld oder die Steuerentlastung durch Freibeträge günstiger ist. Eltern müssen sich nicht selbst entscheiden. Bei niedrigen und mittleren Einkommen überwiegt oft das Kindergeld, bei höheren Einkommen bringt der Kinderfreibetrag meist den größeren Vorteil.

Wer hat Anspruch auf den Kinderfreibetrag?

Grundsätzlich beide Elternteile je zur Hälfte. Auch Pflegeeltern können den Anspruch haben. In manchen Fällen ist ein Antrag notwendig. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der hälftige Freibetrag des anderen Elternteils (oder auch der BEA-Freibetrag) auf einen Elternteil, Stiefelternteil oder Großelternteil übertragen werden.

Wie nutze ich den Kinderfreibetrag in der Steuererklärung?

Über die Anlage Kind in der Steuererklärung. Dort gibst du alle Daten zum Kind an. Das Finanzamt berücksichtigt dann den Freibetrag. Die eigentliche Entlastung siehst du später im Einkommensteuerbescheid – entweder als zusätzliche Steuerersparnis oder als Verrechnung mit dem bereits gezahlten Kindergeld.

Was passiert, wenn mein Kind in Ausbildung ist?

Auch während der Ausbildung oder eines Freiwilligendienstes bleibt der Anspruch bestehen. Eltern müssen dies in der Steuererklärung angeben. Bis zum 25. Geburtstag des Kindes können so Kindergeld und Kinderfreibetrag weiter gewährt werden, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Kann ich den Kinderfreibetrag übertragen lassen?

Ja. Wenn ein Kind überwiegend bei einem Elternteil lebt, kann der gesamte Freibetrag auf diesen übertragen werden. Voraussetzung ist in vielen Fällen, dass der andere Elternteil keinen oder nur unzureichenden Barunterhalt leistet; die Details regelt § 32 Abs. 6 EStG und die dazugehörige Verwaltungspraxis.

Gibt es Unterschiede bei Ehegatten und getrennten Eltern?

Ja. Bei Ehegatten wird der Betrag gemeinsam genutzt. Bei getrennten Eltern erhält jeder Elternteil die Hälfte, es sei denn, eine Übertragung erfolgt.

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